Jetzt spenden
Faiza Oulahsen kommt frei, November 2013
Greenpeace / Maria Vasileva

Faiza Oulahsen: Mit Leidenschaft und Ungeduld für die Umwelt

Faiza aus den Niederlanden arbeitet seit 2011 für Greenpeace. Leidenschaftlich und ungeduldig kämpft sie für soziale Gerechtigkeit und die Umwelt. In Amsterdam hat sie Politikwissenschaften studiert und sich auf internationale Beziehungen spezialisiert.

Faiza ist empört von den Ölfirmen, die aus Profitgier im fragilen Ökosystem der Arktis bohren wollen. In einem Blogeintrag begründet sie den Greenpeace-Protest: „Wir tun das nicht, um euch zu schikanieren, liebe Leute bei Shell. Wir tun dies, damit ihr auch später noch einen Job habt, und damit wir alle auf einem sauberen Planeten leben können.“

Aus Sorge um die Arktis hat sie sich auf die Arctic Sunrise begeben, um auch gegen Gazproms Aktivitäten zu protestieren.„In der Arktis nach Öl zu bohren, ist mit dem Totschlagen von Robbenbabys oder dem illegalen Entsorgen von Giftmüll vergleichbar. Jeder weiß, dass es falsch ist und trotzdem passiert es.“

Stark in der Haft

Zwei Tage bevor russische Sicherheitskräfte die Arctic Sunrise geentert und die gesamte Crew festgenommen haben, spricht Faiza an Bord des Schiffs in die Kamera: „Das arktische Eis schmilzt vor unseren Augen und statt das als riesige Bedrohung für die Menschheit und den Planeten zu begreifen, stürmen Firmen in die Arktis, um nach Öl zu bohren, dem Rohstoff, der den Klimwandel überhaupt erst ausgelöst hat!“

In der Haft blieb Faiza stark. An einen niederländischen Journalisten schrieb sie, „Ich befinde mich in einer dreckigen Zelle, allein, isoliert vom Rest [...] Das ein oder andere Mal kriecht eine Ratte über den Boden. Ich hab‘ Gewicht verloren und schlafe nicht gut, aber ich halte durch.“

Sorge in Amsterdam

Mit ihren 26 Jahren gehört Faiza zu den jüngsten Campaignerinnen bei Greenpeace International. Im Themenbereich Klima und Energie ist es derzeit hektischer den je, „aber ohne Faiza wirkt es eigenartig ruhig“, lautet es aus dem Büro in Amsterdam. „Wir sprechen über sie, denken an sie und machen uns Sorgen.“

Als am 20. November ein Gericht in St. Petersburg verfügte, dass Faiza gegen Kaution aus der Untersuchungshaft entlassen werden darf, konnte das Team aufatmen. Zwei Tage darauf verließ sie freudestrahlend das Gefängnis und wurde mit einem großen Blumenstrauß empfangen. Als die Duma die Amnestie beschlossen hatte, erhielt Faiza einen Monat später ihr Ausreisevisum.

Zum Weiterlesen:

Die Chronologie der Arctic 30

  • Projektion eines Bilds von Faiza Oulahsen, Oktober 2018

    Befreit Faiza!

    Überspringe die Bildergalerie
  • Faiza Oulahsen von den Arctic 30 wird auf Kaution freigelassen, November 2013

    Faiza Oulahsen

    Überspringe die Bildergalerie
  • Mannes Ubels und Faiza Oulahsen von den Arctic 30 kehren in die Niederlande zurück, Dezember 2013

    Heimkehr

    Überspringe die Bildergalerie
Ende der Gallerie

Online-Mitmachaktion

/

Ich bin eine Mitmachaktion

Lorem ipsum dolor sit amet, consectetur adipisicing elit, sed eiusmod tempor incidunt ut labore et dolore magna aliqua. Ut enim ad minim veniam, quis nostrud exercitation ullamco laboris nisi ut aliquid ex ea commodi consequat. Quis aute iure reprehenderit in voluptate velit esse cillum dolore eu fugiat nulla pariatur. Excepteur sint obcaecat cupiditat non proident, sunt in culpa qui officia deserunt mollit anim id est laborum.

mitmachen
Activists Reveal Gavin and Stacey Artwork on Port Talbot Beach, UK (News Access)

Mehr zum Thema

alt text

USA: SLAPP-Klage gegen Greenpeace und die Meinungsfreiheit

Greenpeace USA soll 660 Millionen Dollar "Schadensersatz" zahlen. Alle Hintergründe.

mehr erfahren über USA: SLAPP-Klage gegen Greenpeace und die Meinungsfreiheit

Kein Goldrausch im Ozean!

Erste Pilotversuche zum Abbau von Manganknollen im Ozean sind abgeschlossen. Doch Tiefseebergbau ist eine massive Bedrohung für unsere Ozeane.

mehr erfahren über Kein Goldrausch im Ozean!
Freiwillige helfen, die Strände von den Verschmutzungen zu befreien.

Ölkatastrophe in Israel

Die größte Ölkatastrophe in der Geschichte Israels ist auch ein Versagen der Politik. Satellitenbilder vom Mittelmeer zeigen, dass die Gefahr rechtzeitig zu erkennen gewesen wäre.

mehr erfahren über Ölkatastrophe in Israel
Alexandra Harris in St.Petersburg, November 2013

Alexandra Harris: "Ich werde stärker"

Ihre Briefe aus der Haft waren poetisch. Mit Ironie und Fantasie hat sie sich die Zeit in der Einzelzelle vertrieben. Als eine der ersten gab die Britin wieder Interviews, als sie auf Kaution aus dem Gefängnis in St. Petersburg entlassen worden war.

mehr erfahren über Alexandra Harris: "Ich werde stärker"
Aktivist im Kanu mit Erdkugel vor Ölplattform Songa Enabler

Auf der Anklagebank

Umweltschutz steht in Norwegen sogar in der Verfassung. Die Regierung erlaubt dennoch hochriskante Bohrungen in der Arktis. Aktivisten klagen dagegen – und protestieren vor Ort.

mehr erfahren über Auf der Anklagebank

Aktive protestieren an Shell-Tankstelle bei Davos

Am Freitagmorgen haben 25 Greenpeace-Aktivisten aus ganz Europa auf einer Shell-Tankstelle unweit des Weltwirtschaftsforums in Davos protestiert. Sie kritisieren die Pläne des Konzerns, in der Arktis nach Öl zu bohren.

mehr erfahren über Aktive protestieren an Shell-Tankstelle bei Davos