Jetzt spenden
Festgekettet an der Ankerkette des Kühlschiffes Lung Yuin. Januar 2011
Paul Hilton / Greenpeace

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

Unterstützung erhält der Mann an der Ankerkette von Aktivisten im Schlauchboot. „Der letzte Thunfisch“ steht auf dem Banner vor dem Schiff, welches Ladung aufnehmen soll - bestimmt für die Märkte in Japan, Taiwan und den USA.

Verladen wird die Ware auf dem Meer: Kühlschiffe wie die Lung Yuin - sollte sich der Verdacht bestätigen - nehmen auf See illegal gefangenen Fisch an Bord, vermischen ihn mit legalem Fang, um jegliche Spuren zu verwischen. Dann steuern sie Häfen in Taiwan, aber auch Spanien oder anderen europäischen Ländern an, um die Ware auf die Märkte und letztendlich auch auf unsere Teller zu bringen.

Heute Morgen bestätigte die Fischereibehörde in Taiwan, dass die Schiffsbesitzer der Lung Yuin ihre Aktivitäten nicht - wie es das Gesetz vorschreibt - in Taiwan angemeldet haben. Illegale Fischerei ist enorm für die Überfischung der Meere verantwortlich: Sie ignoriert Fangquoten und zerstört so Fischbestände, die sowieso schon durch den legalen Fischfang bedroht sind.

Greenpeace fordert daher Taiwan, aber auch Hafenbehörden weltweit auf, einlaufende Fischtrawler streng zu überprüfen. Zudem muss das Verladen auf Kühlschiffe auf See verboten werden. Damit sich die Thunfischbestände erholen können, müssen die Hochseegewässer im westlichen und zentralen Pazifik für Fischerei geschlossen werden.

Bereits gestern Abend hatten Aktivisten im Schlauchboot Bilder an den Rumpf projiziert. Bilder, die große Mengen Thunfisch zeigen, und Texte wie „gestohlener Fisch“ oder „Backlisted in 2004 for Piracy“. Das Schiff stand bereits 2004 auf der Schwarzen Liste für Piratenfischer von Greenpeace. Zudem hatte Japan das Schiff 2004 wegen illegalen Fischfangs festgesetzt.

  • Projektion auf Lung Yuin gegen illegalen Thunfischfang. Januar 2011

    Illegaler Fischtransport

    Überspringe die Bildergalerie
Ende der Gallerie
alt text

Mehr zum Thema

alt text

CS Jugend Artikel index

Mixed Fruits

CS A6

Ich bin der Teasertext

mehr erfahren über CS A6
Grafik:Fischerei mit Stellnetzen und Grundstellnetzen

Stellnetzfischerei

Bei Stellnetzen unterscheidet man Grundstellnetze und pelagische Stellnetze. Beide sind bis zu 15 Meter hoch und bis zu 15 Kilometer lang.

mehr erfahren über Stellnetzfischerei
Projektion auf Lung Yuin gegen illegalen Thunfischfang. Januar 2011

Aufgedeckt: Illegale Fischerei

Transshipment, also das Verladen des Fangs auf Kühlschiffe auf See, ist aus mehreren Gründen hochproblematisch. Das zeigen Fälle illegaler Fischerei.

mehr erfahren über Aufgedeckt: Illegale Fischerei
Fischerei mit Schleppnetzen und Grundschleppnetzen

Welche Fangmethoden gibt es?

Die Meere sind fast leergefischt. Zahlreiche Fischbestände stehen vor dem Zusammenbruch. Doch die Jagd geht weiter. Mit gigantischem Aufwand dringen Fangflotten in immer entferntere Gebiete vor.

mehr erfahren über Welche Fangmethoden gibt es?
Dorsch im Stellnetz

Ostsee-Dorsch kollabiert

EU beschließt, die Fischerei auf Dorsch in der Ostsee einzustellen. Die Bestände sind durch jahrzehntelange Überfischung zusammengebrochen.

mehr erfahren über Ostsee-Dorsch kollabiert